Das im Netzwerk bearbeitete Thema "Prävention" stellt allgemein aus individueller Sicht ein komplexes, zumeist in die Zukunft gerichtetes gesundheitliches Ziel dar.

Im Bereich der primären Prävention geht es dabei aus medizinischer Sicht um die Ausschaltung sämtlicher gesundheitsbeeinträchtigender Faktoren, aber im Zusammenhang mit dem Auftreten von Essstörungen, spielen hierbei ökonomische, mediale und auch politische Aspekte gleichfalls eine nicht unbedeutende Rolle.

Diese spezielle Prävention von "Essstörungen" zielt hiernach in erster Linie auf Erhaltung, Schutz und Förderung der Gesundheit unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Lebensführung und dieser genannten vielfältigen Einflussfaktoren ab.

Diese umfassende Form des Verständnisses der hier genannten Präventionsarbeit ist wiederrum nur durch die Mitwirkung der Menschen, die sie direkt betreffen, möglich.

Sie steht und fällt also mit der Akzeptanz der Menschen hinsichtlich der präventiven Strategien, die zumeist beim Thema Essstörungen multikausale Faktoren berücksichtigen müssen.

Dies ist der Grund für den Aufbau eines von der Stadt Heidelberg geförderten interdisziplinären Netzwerkes, in welchem z.B. Betroffene, Selbsthilfegruppen, wissenschaftlich tätige Institutionen oder therapeutische Bereiche durch deren Mitarbeiter vertreten sind.

Hierdurch kann für den individuell Betroffenen durch die unterschiedlichen Kontakte gewährleistet werden, möglichst viele Einflußfaktoren adäquat - und möglichst präventiv - berücksichtigen zu können.

Je nach Art und Schwere der unterschiedlichen Behandlungsform dieses speziellen Zustandes sollen die geeigneten Partner schnell vermittelt werden können. Ein wichtiger Teil der Prävention!